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Esther Marchlewitz

Wie die Bibel Leben verändert!

OsterFiir im Wilen 2026 Flyer A4 (Foto: Esther Marchlewitz)

Ein Rückblick auf das Podium am 05. Mai 2026 von Werner Nef
Esther Marchlewitz,
Am 5. Mai 2026 fand im Evangelischen Kirchgemeindezentrum Rorschach ein ökumenisches Podium unter dem Motto „Die Bibel – das einflussreichste Buch der Welt“ statt. Am Podium nahm Imelda Natter, Leiterin der Bibliothek Rorschach, Marco Dörig als Geschäftsführer der HPV Rorschach, Barbara Wolfer von der Pädagogischen Hochschule St.Gallen, Louise Otte Hebamme und Dominik Scherrer pensionierter Richter teil. Durch den Abend führte das Pfarrehepaar Patrick und Esther Marchlewitz sowie Pfarrer Peter Legnowski von der Katholischen Kirche Region Rorschach.

Zum Auftakt wurde der 45-minütige Film „Ziemlich beste Worte“ vorgeführt. Im Film kamen Menschen aus den verschiedensten Kreisen und Schichten zu Wort und berichteten von ihren Erfahrungen mit der Bibel. Für alle hat diese Schrift eine Bedeutung, die immer noch sehr stark im Unterbewusstsein unserer Gesellschaft verankert ist. Die Schnelligkeit mit den kurzen Szenenwechseln und die mitreisserische Musik ist auf junge Zuschauer und die heutige Hektik ausgerichtet. Die fünf Teile
• Buch der Bücher
• Bibelverse und Würde des Menschen
• Bildung
• Hingabe
• Freiheit
machten sofort klar, ohne Bibel sähe die Welt heute anders aus.

Zu Beginn des zweiten Teils der Veranstaltung stellte sich das Podium Team vor.
Dann richtete Pfarrer Legnowski die Frage an sie: „Gibt es Spuren der Bibel in deinem Leben“? Louise Otte berichtet, dass sie verschiedene Bibeltexte in ihren Alltag mitnimmt, während die Bibliothekarin begeistert von unterschiedlichen Bibeln in ihrer Bibliothek erzählt. Für Marco Dörig, der in der HPV mit hilfsbedürftigen Menschen zu tun hat, steht die Würde des Menschen im Vordergrund, während für den Richter die Bibel sehr wichtig als Grundlage der Gerechtigkeit und der Freiheit ist. Für Barbara Wolfer steht die Bildung an vorderste Stelle, denn auch auf diesem Gebiet hat die Christliche Kirche mustergültige Arbeit geleistet.

Die zweite Frage lautete: „Welche Filmszene, welcher Bereich hat dich besonders beeindruckt“? Für Lousia Otte war die Szene Jesus als Gottessohn sehr wertvoll, während Für Marco Dörig war die Gleichstellung aller Menschen, egal welcher Art, in der Bibel sehr wichtig. Er fand in Film eindrücklich, dass auch Menschen mit Behinderungen in der Bibel als vollwertige Christen angesehen werden – ja, dass in Christus Gott den Menschen als leidender Mensch nahekommt. Dominik Scherrer betonte, dass die Bibel sehr viele Veränderungen auf der Welt ins Rollen gebracht hatte.

Langsam kamen auch Fragen aus dem Publikum wie: „Muss man jedes Wort in der Bibel glauben“? Pfarrer Legnowski erläuterte, dass es verschiede Auslegungen der Bibel je nach Übersetzung gibt und so jeder Christ selbst mit Gott entscheiden muss, was er glauben möchte.
Eine rege Diskussion warf der Umstand auf, dass heute die Sonntagschulen verschwunden sind. Ist dies ein Zeichen, dass die nächsten Genrationen nicht mehr bibelfest sind? Ein anderer Teilnehmer doppelt nach und meinte, dass auch die Bibeln in den Hotelzimmern sehr rar geworden sind und sieht darin ein Verschwinden dieses wertvollen Buches aus der Öffentlichkeit als grossen Verlust. Pfarrer Marchlewitz beruhigte allerdings, indem er auf das Handy aufmerksam machte und betonte, so sei die Bibel heute stets verfügbarer als früher. Ein anderer Teilnehmer klagte, dass heute viele Menschen Angst haben, über ihren Glauben zu reden und so unsere Glaubenskultur verarmt. Pfarrer Legnowski sieht das weniger schlimm, weil er glaubt, dass die Bibel in der Frühzeit auch schon verloren ging und wieder auftauchte, die Botschaft also unsterblich ist. Ebenfalls vertraut er auf Nachrichten aus Frankreich, wo die Zahl der getauften Personen wieder zunimmt.

Zum Schluss meinte Pfarrer Marchlewitz, dass die Bibel auch im Alltag bewegt und dass der Glaube stets in Bewegung sei. Sicher ist, dass uns was Grosses fehlt, wenn es die Bibel nicht mehr gibt. Denn in der heutigen lauten und schnelllebenden Gesellschaft brauchen wir einen ruhigen und sichern Hafen, um zu überleben. Wer den 45-minütigen Film gerne zu Hause ansehen möchte, kann dies auf YouTube tun, oder den zwei-minütigen Trailer an seine Freunde und Bekannte verschicken und so einen kleinen Beitrag für unseren Glauben leisten.

Pfarrerin Esther Marchlewitz dankte im Abschiedswort für das rege Interesse und fügte hinzu, dass die Bibel Zeit brauchte, um sie richtig zu verstehen. Mit dem Segen und dem Wunsch: „Herr bleibe bei uns“ verabschiedete sie die über 20 Teilnehmer.

Wenn die Bibel wieder an Bedeutung gewinnt und die gegenwärtige Krise überwindet, dann sind das in der Tat „Ziemlich beste Worte“ die den Segen zum Schluss unterstreichen.
Bereitgestellt: 12.05.2026