Altwerden muss nicht Einsamkeit und Langeweile bedeuten. Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Rorschach bietet Seniorinnen und Senioren ein vielfältiges Programm – von geselligen Nachmittagen über Ausflüge und Ferienwochen bis hin zu spirituellen Angeboten und praktischer Unterstützung im Alltag. Wer sich frühzeitig vorbereitet und Gemeinschaft pflegt, entdeckt: Auch im Alter gibt es viele Möglichkeiten, aktiv, geborgen und verbunden zu bleiben.
Altwerden ist für viele Menschen eine Horrorvorstellung. Man wird krank, begleitet von Schmerzen und Einsamkeit, siecht im Pflegeheim vor sich hin und muss hilflos dem Willen anderer gehorchen. Muss das sein? Zugegeben, viele Altersbeschwerden kann man nicht abschütteln. Nimmt man sie jedoch an, verlieren sie viel von ihrem Schrecken. Eine gute Vorbereitung auf das Rentnerleben ist enorm wichtig. Gut beraten ist, wer sich bereits in der aktiven Zeit Hobbys und – wenn möglich – einen Freundeskreis aufbaut, damit man im Pensionsalter eine Beschäftigung und Menschen hat, mit denen man sich austauschen kann. Älterwerden bedeutet auch, sich immer wieder von langjährigen Freunden für immer zu verabschieden. Ein sehr verlässlicher Partner im Alter ist die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde in Rorschach, bei der man jederzeit herzlich willkommen ist.
Vor fünfzig oder mehr Jahren bot die Kirche ausser den Gottesdiensten mit den üblichen Dienstleistungen wie Taufen, Hochzeiten und Bestattungen höchstens einmal einen Besuch oder ein Gespräch mit dem Pfarrer an.
Studiert man die heutigen Angebote, staunt man über die riesige Vielfalt. Zu den ältesten Aktivitäten zählen die Seniorennachmittage, die von Oktober bis März einmal im Monat im EKZ stattfinden. Jeder Anlass bietet ein interessantes Programm mit Musik, Theater oder Vorträgen. Bei Kaffee und Gebäck entwickeln sich schnell Diskussionen mit anderen Teilnehmern.
Der Seniorenausflug mit dem Bus vor den Sommerferien bietet Gelegenheit, einen Tag in fremder Umgebung zu verbringen und Neues kennenzulernen. Ähnliches bieten auch die Gemeindeferien im Herbst. Eine Woche lang kann man ab Rorschach mit dem Bus ans Meer oder an eine andere lohnende Destination reisen, wo man – begleitet vom Pfarrehepaar und weiteren Angestellten der Kirchgemeinde – einige erholsame Tage mit Ausflügen und wertvollen Begegnungen verbringen darf.
Beim Ausflug für 71-/72-Jährige lernt man Gleichaltrige kennen. Für Rentner mit bescheidenem Budget steht Dela Fuchs vom Sozialdienst der Kirchgemeinde gerne zur Verfügung. Sie kümmert sich auch sonst um die Sorgen und Nöte unserer Kirchbürger.
Ein ganz besonderes Angebot ist das Gedächtnistraining, bei dem zweimal im Monat von Februar bis Juni und von August bis Dezember am Donnerstagmorgen in zehn Lektionen etwas für das Gedächtnis getan wird.
Die neue Box „Ich trau mich“ gibt im Rahmen der Erwachsenenbildung wertvolle Tipps für Senioren und Angehörige zur Vorbereitung auf einen Heimaufenthalt. Sie schneidet Tabuthemen rund ums Altersheim an und versucht, den Aufenthalt für die Betroffenen so angenehm wie möglich zu gestalten.
Besonders die Bewohner der Altersheime werden von der Kirche nicht vergessen. Sie können einmal im Monat an den Heimgottesdiensten mit Abendmahl von Pfarrerin Esther Marchlewitz teilnehmen. Im PeLago findet sogar zusätzlich jeden Monat ein Demenzgottesdienst statt.
Auch Totengedenken, ökumenische Wallfahrten und Weihnachtsgottesdienste runden das Programm ab. Wem es noch möglich ist, einen Gottesdienst in der Kirche zu besuchen, darf den kostenlosen Fahrdienst beanspruchen. Nach der Predigt trifft man sich mit anderen Kirchbürgern zum „ChileKafi“ und erfährt dies und das, was um einen herum so läuft.
Die ökumenische Besuchergruppe stattet Senioren, die sich allein und einsam fühlen, gerne hin und wieder einen Besuch zu Hause ab.
Es gibt auch zahlreiche Veranstaltungen, die nicht speziell nur für Senioren gedacht sind, ihnen aber selbstverständlich ebenfalls offenstehen. Da wären beispielsweise die Spielabende zweimal im Monat am Mittwochabend. Wer gerne mit Pfarrer Patrick Marchlewitz über die Bibel diskutieren möchte, kann dies bei „Bibel im Gespräch“ oder bei einer ungezwungenen Begegnung am Freitagnachmittag beim „Kafi Treff“ im GleisK tun, wo sich jeweils 25–30 Besucher in entspannter Atmosphäre treffen.
Bei der „Espresso-Leserunde“ lesen Frauen ein ausgewähltes Buch und diskutieren später miteinander darüber. Auf Social Media finden sich Beiträge wie „Gedanken der Woche“ oder im „Newsletter“ diverse Berichte und Informationen.
Die Filme im „Cevi-Kino“ interessieren oft auch Senioren. Bei der Einstimmung auf Weihnachten kommt besinnliche Stimmung auf. Wer am Heiligen Abend nicht allein sein möchte, ist bei der Weihnachtsfeier mit einem feinen Abendessen nach dem Familien-Weihnachtsgottesdienst im EKZ herzlich willkommen.
Um ein derart umfangreiches Angebot aufrechterhalten zu können, sind neben geschulten Fachleuten auch viele freiwillige Helferinnen und Helfer notwendig. Dies bietet noch rüstigen Rentnern die Möglichkeit, sich für eine wertvolle Tätigkeit zur Verfügung zu stellen, die Sinn stiftet und das Gefühl vermittelt: „Ich werde noch gebraucht.“
Hält man sich vor Augen, welch grosszügige Angebote die Kirche ihren Mitgliedern meist gratis zur Verfügung stellt, ist es bestimmt nicht sinnvoll, ihr den Rücken zu kehren, nur um die Kirchensteuer zu sparen. Vielmehr ist sie ein leuchtendes Beispiel dafür, wie sie durch Gott nicht nur Halt und Geborgenheit vermittelt, sondern täglich aktiv und tatkräftig – oft im Hintergrund – für das Wohl ihrer Kirchbürger arbeitet und sorgt.
Haben wir Sie gluschtig oder vielleicht sogar nachdenklich auf das kirchliche Angebot in- und ausserhalb des normalen Gottesdienstes gemacht?
--> Das Pfarrehepaar Esther und Patrick Marchlewitz (071 844 54 19/18), Sozialdiakon Peter Bruderer (071 844 54 16) sowie Diakonin i.A. Dela Fuchs (071 844 54 13) stehen Ihnen jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. Oder schauen Sie einfach einmal ganz unverbindlich auf unsere Homepage:
» www.ref-rorschach.ch
Sie werden erstaunt sein.