« nahe bei Gott – nahe bei den Menschen »

Peter Bruderer

Erlebnisprogramm Planet Digital

EP Planet Digital (36) (Foto: Peter Bruderer)

Am Samstag besuchten wir mit dem Erlebnisprogramm die Sonderausstellung Planet Digital in Zürich. Dort angekommen wurden wir freundlich begrüsst und die Führung durch die Ausstellung startete in der farbigen Ausstellung, überall mit QR-Codes und digitalen Icons. Darstellungen früher waren nur auf Papier in Form von Plakaten und heute auch sehr vielfältig digital.
Peter Bruderer,
Die nächste Insolation führte den Jugendlichen vor Augen, dass wir in einer hellen, sauberen Welt mit Tablets und Smartphones leben. Damit das aber möglich ist, wurde der Gegensatz mit dem Abbau in den dunklen und dreckigen Mienen dargestellt. Auf dem bequemen Datensofa wurde uns erklärt, dass es für die schnell digital Technologie riesige Datencenter braucht. Weiter wurde anhand vier Bildschirmen der Fortschritt der Anzeigegeräte dargestellt. Pixel in klappen Form (Schwarz-Weiss) zu Hochauflösenden farbigen Display. Die Geräte werden immer schneller und besser und müssen schon nach wenigen Jahren ersetzt werden. Das gibt viel Elektroschrott. In der Ausstellung dargestellt ist ein Berg Elektroschrott, der pro Tag in der Stadt Zürich anfällt. Unterwegs konnte die Entwicklung der Eingabegeräte (Mäuse) angeschaut werden. Viel Aufmerksamkeit bei den Jugendlichen gab es bei der Installation Handshake. Von der Ausstellung aus konnten zwei Hände in einem entfernten Gebäude gesteuert werden. In der heutigen Zeit können solche ferngesteuerten Hände immer wichtiger werden. Die nächste Ausstellung war in einer schallgedämpften Kugel. Biologieforschende nutzen Kamerafallen mit Bewegungsmeldern, um Wildtiere zu beobachten. Um die grossen Datenmengen zu analysieren, setzen sie immer häufiger auf «machine learning». Mit den Jugendlichen wurde auch diskutiert, wie viel sie auf dem Internet von sich preisgeben. Bei der nächsten Installation kann das eigene Gesicht in eine Person in einem Video projiziert werden.
Zuletzt gab es eine Konfrontation mit dem Segensroboters BlessU-2. Sehr rasch gibt es Fragen über das Wesen religiöser Kommunikation in digitalen Zeiten: Kann und darf eine Technologie wie ein Roboter segnen? Wie muss ein Roboter gestaltet sein, damit ihm eine religiöse Bedeutung zugesprochen wird? Bietet er womöglich eine Segenspraxis an, die auch oder sogar eher Menschen anspricht, die sich von der Kirche distanziert haben? Alle Jugendlichen machten den Versuch mit dem digitalen Segen und liessen diesen auch ausdrucken. Im Gespräch war das Erlebnis lustig und ersetzt so wohl noch keinen echten Menschen. Aber immerhin war die Stimme echt und es konnte auch eine vertraute Sprache, Mann oder Frau und einen passenden Segen eingestellt werden. Alles in allem doch ein cooles religiöses Erlebnis.
Anschliessend besichtigten die Jugendliche die Ausstellung auf eigene Faust und erlebten noch viel spannende Details und weitere Installationen.

Diese Sonderausstellung Planet Digital lohnt sich sehr zu besuchen. Sie ist noch bis zum 6. Juni 2022 im Museum für Gestaltung in Zürich zu sehen.
Bereitgestellt: 20.03.2022