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Rebekka Vollenweider

Geburtstags-Ausflug zur A.Vogel AG

DSC_2322 <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Rebekka&nbsp;Vollenweider)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-rorschach.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>358</div><div class='bid' style='display:none;'>8799</div><div class='usr' style='display:none;'>102</div>

Kirchbürger der Evang. Kirche Rorschach, welche dieses Jahr ihren 71. oder 72. Geburtstag feiern durften, wurden am Dienstag, 6. Oktober zum traditionellen Ausflug eingeladen. Mit dem Bus der Firma Gross aus Rorschach fuhr die Gesellschaft nach Roggwil, wo wir von Frau Saraina Greth zu einem erlebnisreichen Besuch in A. Vogels Heilpflanzenwelt begrüsst wurden.



*Text / Bilder: Werner Nef*
Im wunderschönen Park weihte die Führerin uns zuerst in den Lebenslauf und die Geschäftsphilosphie des Gründers Alfred Vogel ein. Erst 1963 entdeckte der Basler Botaniker und Heilpraktiker die milde Bodenseegegend um Roggwil als idealer Standort für den Anbau seiner Heilpflanzen und die Verarbeitung zu Medikamenten. Beim Rundgang durch das Besucherzentrum für Naturheilkunde lernten wir die verschiedensten einheimischen Naturheilpflanzen kennen. Mittelpunkt dieses Zentrums bildet der weitherum sichtbare Echina Point, eine Hommage an den Roten Sonnenhut, der die Grundsubstanz für das bekannte Produkt Echinaforce Forte bildet. Dank seiner Stärkung der körperlichen Abwehrkräfte wirkt es besonders bei Erkältungen und machte sich sogar bei der Bekämpfung gegen das Covid19-Virus einen hervorragenden Namen, was die Thurgauer Firma dieses Jahr an die Grenzen ihrer Kapazitäten führte.

Die Besichtigung führte weiter zu den 4,5 Hektar Anbauflächen hinter der Firma. Die Felder werden im altbekannten Rhythmus bewirtschaftet und nach wenigen Jahren wieder für einige Zeit brachgelegt, damit der Boden sich auf natürliche Weise erholen kann. Gedüngt werden die Felder ausschliesslich mit dem Trester der ausgepressten Pflanzen. Auf diese Art werden rund 20 - 25 Prozent der Pflanzen hier angebaut. Weitere 40 Prozent kommen von Biobauern aus der Region und 30 – 35 Prozent von Wildsammlern auf der ganzen Welt.

Im neuen Besuchercenter klärte uns ein Film über die Forschungsarbeit bei A.Vogel AG auf. Ein weiterer Film führte uns in die Produktion ein. Hier wurde die Wichtigkeit hervorgehoben, dass die frisch geernteten Heilpflanzen so schnell als möglich verarbeitet werden müssen, damit sie ihrer Heilwirkung nicht verlieren. Das erlaubt der Firma, dass ihre Produkte bis zu 96 Prozent ihrer Heilkraft an die Verbraucher weiter reichen können. Die rund 170 Mitarbeiter in Roggwil stellen pro Jahr 550 Tonnen Frischpflanzentinktur her, die sofort weiter bis zu den verkaufsfertigen Produkten verarbeitet wird. Für Studien setzt die Firma jährlich einen hohen Betrag dafür ein, damit ihre Produkte auch von den Krankenkassen anerkannt werden.

Im Vortragssaal stellte man uns die Produkte und ihre Wirkung fachgerecht vor. Anschliessend durften wir einige Kostproben aus dem Angebot der A.Vogel AG beim gemütlichen Beisammensein kosten, oder bei der nebenstehenden Theke sich gleich mit dem einen oder andern Produkt eindecken.

Zum Schluss fasste Pfarrer Pius Helfenstein unsere Eindrücke und Erkenntnisse treffend so zusammen: „Wir sind erstaunt, wie gross der Reichtum und die Vielfalt der Natur vor unserer Haustür ist, die wir als Geschenk aber auch als Fingerzeig Gottes ansehen müssen. Es ist nicht gleichgültig, wie wir diesen Reichtum einsetzen, denn wenn wir ihn übertreiben, können die Heilpflanzen auch giftig sein und unserer Gesundheit Unheil antun. Deshalb müssen wir im Gleichgewicht mit der Schöpfung umgehen und ihr nicht durch unsere Gier hinein pfuschen. Die Natur und wir sind ein Zusammenspiel wie in einem Orchester und wenn das harmoniert, haben wir eine gute Welt.“

*Text / Bilder: Werner Nef*
Bereitgestellt: 08.10.2020     Besuche: 80 Monat 
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