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Rebekka Vollenweider

Männer Apéro besucht ein Original

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Der Männer Apéro um Pfarrer Pius Helfenstein der reformierten Kirche Rorschach besuchte am Samstag in Grub AR ein besonderes Original. Nach einer kurzen Wanderung von Wienacht-Tobel über den Fünfländerblick erreichte die Gruppe, bei der auch die Partnerinnen dabei sein durften, die Figurenmaschinen-Ausstellung von Peter Maurer.
Rebekka Vollenweider,
Kaum hatte die 16-köpfige Gruppe im kleinen Ausstellungsraum Platz gefunden, eröffnete der Gastgeber mit seiner Gitarre den Vortrag. Aus 136 selbstgebastelten Apparaten, die alle von Hand gedreht werden, stellt das Original den Besuchern seine Weltanschauung vor. Mit teils kernigen Sprüchen präsentiert er seine Maschinen, bei denen sich die kuriosesten Figuren bewegen und durch entsprechende Geräusche oder Musikstücke ihre Botschaft an die Zuhörern übermitteln.

Die satirischen Maschinen aus Holz, durch komplizierte Mechanismen angetrieben, sind natürlich alle Unikate. Pro Maschine investiert er zwischen 20 und 100 Arbeitsstunden und muss für jede sein ganzes handwerkliche und kreative Können unter Beweis stellen. Schon die Namen der Exponate verraten den Schalk und die Botschaft mit der Maurer seinen Zuhörern einen Spiegel vorhält. So wird beispielsweise aus Spitzensport – Spritzensport, was den Missbrauch von Dopingmitteln verdeutlicht. Auch die politischen Parteien bekommen ihr Fett ab, wie die Banken oder das Schweizer Fernsehen. Zwischendurch lockert Maurer seinen gesellschaftskritischen Vortag mit Musikstücken auf, indem er auf seiner selbstgebauten Drehleier spielt.

Den Besucher fasziniert die Perfektion, mit der die einzelnen Mechanismen geschaffen sind, aber auch der Mut, mit dem er seine zeitkritische Meinung unverblümt zu vertreten vermag. Auf ganz eigenartige Art und Weise drücken die kleinen Maschinen wie ein Gemälde oder Literaturstück ihre Botschaft aus.
Nach dem rund einstündigen Vortrag verlässt jeder Teilnehmer nachdenklich und irgendwie betroffen die Ausstellung in Grub.

Die Rorschacher fuhren anschliessend mit dem Postauto nach Heiden, wo man bei einem feinen Abendessen über das Erlebte fleissig diskutierte, bis die Zahnrad-Bahn uns wieder an den Bodensee hinunter führte.

*Bild und Text von Werner Nef*
Bereitgestellt: 12.08.2019     Besuche: 19 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch