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Rebekka Vollenweider

Begegnungsstätte erhält Gesicht

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Am Dienstagabend fand in der Evangelischen Kirche Rorschach eine Infoveranstaltung über den Projektierungsstand der neuen Begegnungsstätte statt. Die Baukommission, die Kirchenvorsteherschaft und das Architektenpaar Cornelia und Benno Bissegger präsentierten das Projekt und stellen sich Fragen aus der Bevölkerung.



Rebekka Vollenweider,
Der Präsident der Kirchenvorsteherschaft, Heinz Schiess, begrüsste die zahlreichen Besucher, während Moritz Meichtry als Präsident der Baukommission in einem kurzen Rückblick die Gründe für das heutige Projekt umriss. Dabei würdigte er das «Alte Pfarrhaus», das dem Neubau weichen muss. Vor rund vier Jahren reifte in der Kirchgemeinde der Wunsch nach mehr «Gastlichkeit». Es entstand die Idee eines öffentlichen Raums, in dem sich die Bevölkerung in lockerer Form bei einem Kaffee oder bei einem Angebot der Kirchgemeinde begegnen kann. Ausgelöste wurde die Idee auch durch den neuen Stadtbahnhof. Bald stellte sich heraus, dass das alte Pfarrhaus am richtigen Standort zur Verfügung steht, aber die Bausubstanz sehr zu wünschen übriglässt. Kostenberechnungen zeigen, dass ein Ersatz des Pfarrhauses die günstigste Variante darstellt.


Neubau öffnet die Kirche gegen die Stadt

Das Architekturbüro ecolo in Mörschwil arbeitete ein Projekt aus, das die Sichtachse zwischen Kirche und Stadt freilegt, die zuvor durch das «Alte Pfarrhaus» verdeckt wurde. Durch den Neubau entsteht eine Einheit mit schönem Platz, die sich gut in den Kirchenpark integriert. Altlasten, wie die Swisscom-Zentrale, die bis 2053 auf dem Areal der Kirchgemeinde Gastrecht geniesset, wurden berücksichtigt. Das Projekt sieht eine einfachen Holzkonstruktion mit begrüntem Flachdach gegen die Signalstrasse im Kirchenpark vor. Der Abbruch des alten Pfarrhauses nach Inbetriebnahme des Neubaus, erspart ein teures Provisorium.

Finanzchefin Corinne Fokkens machte deutlich, dass der jetzige Zeitpunkt für eine Neuausrichtung sehr günstig ist, weil der Finanzausgleich der Kantonalkirche im Moment eine Million Franken an das Projekt beisteuert. Ihr Anliegen ist, die Baukosten von zwei Millionen Franken nicht zu überschreiten, um die Kirchgemeinde nicht übermässig zu belasten.

Wird das Bauvorhaben am 24. März 2019 von den Kirchgemeindegliedern angenommen, kann im Sommer 2019 die Baueingabe getätigt werden und die Detailplanung beginnen. Nach der Ausschreibung und Vergabe der Bauarbeiten rechnet die Baukommission im Herbst 2019 mit dem ersten Spatenstich. Die Einweihung könnte im Herbst 2020 erfolgen.


Kritische Fragen bleiben

Mit Spannung wurde die Frage- und Diskussionsrunde eingeläutet. Sofort tauchte die Frage auf, weshalb zwischen dem Kirchgemeinde-Zentrum EKZ und dem Neubau keine direkte Verbindung besteht. Der Architekt hob nochmals die Öffnung der Einheit hervor und betonte, dass eine direkte Verbindung nicht notwendig sei. Auch der fehlende Lift im zweigeschossigen Gebäude wird durch den ebenerdigen Zugang in beiden Etagen als überflüssig betrachtet. Dass das neue Haus nach ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten gebaut wird, stiess auf Zustimmung. Die geringe Anzahl von nur drei Parkplätzen stiess auf Skepsis. Anderen Besucher war der Eingriff in den Kirchenparkt mit diesem Projekt ein Dorn im Auge. Andere vermissten das kommerzielle Café, das in vorherigen Kirchgemeindeversammlungen Thema war, und das nun zu einer „Café Ecke“ in der Begegnungsstätte geschrumpft ist. Es meldeten sich auch positive Stimmen, welche das bescheidene Verwaltungsgebäude mit den hinaufführenden Treppen zur Kirche beinahe als demütig, aber durchaus als angemessen empfinden.

* Text von Werner Nef *
* Bild von Res Lerch *
Bereitgestellt: 05.12.2018     Besuche: 57 Monat 
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